Durchstarten mit einer Kunststofflehre in Oberösterreich

© Fachvertretung OÖ der Kunststoffverarbeiter
© Fachvertretung OÖ der Kunststoffverarbeiter

22.10.2020

Die Kunststofflehre stellt heuer auf der digitalen Messe Jugend und Beruf aus. Alle Infos rund um den Beruf werden vom 20. bis zum 24. Oktober einer breiten Öffentlichkeit mit vielen digitalen Angeboten präsentiert. Schüler, Eltern und Lehrer haben an diesen Tagen die Möglichkeiten sich ein Bild über die Kunststofflehre zu machen. Darüber hinaus hat die Kunststoffbranche in Oberösterreich weitere werbliche Schwerpunkte gesetzt. Schließlich geht es um die Facharbeiter von morgen.

Mehr als Du denkst.

Man weiß heute noch nicht wie die Welt morgen aussehen wird. Gerade die letzten Wochen haben uns gezeigt wie rasch sich alles verändern kann, dennoch sollen junge Menschen vorbereitet in die Berufswahl schreiten. Die Messe Jugend und Beruf bietet schon seit vielen Jahren ein Forum für die Berufswahl in Österreich. Heuer haben sich die Vorzeichen verändert und die Messe findet digital statt. Die Kunststoffverarbeiter präsentieren sich auf der online Messe www.jugendundberuf.info mit einem virtuellen Stand. „Uns ist klar, dass die digitale Messe keine reale Messe ersetzen kann, aber man kann auf die Basics unseres Berufs hinweisen und auf die Bedeutung der Lehre für die Zukunft,“ so Fachgruppenvertreterin Erika Lottmann. Neben dem digitalen Auftritt gibt es viele Werbeaktivitäten wie Kinowerbung, Werbung an Schulen und Radiospots, die auf die Innovationskraft der Branche hinweisen. Zentraler Ankerpunkt der Kampagne ist immer die Landingpage www.kunststofflehre.at. Hier können interessierte Schüler und Eltern auch Ausbildungsbetriebe in der nahen Umgebung finden und Fragen per Mail an einen Lehrling stellen.

Die Zukunft.

Die Kunststoffbranche ist so vielfältig und leistet viel für die Gesellschaft. Im Medizinbereich, bei der Herstellung von Medikamenten und Schutzausrüstungen leistet die Branche große Dienste. Da ist es schön zu sehen, dass Oberösterreich quasi eine Kunststoffhochburg ist und vielen jungen Menschen Perspektiven für die Zukunft bietet. Auch die Versorgung unseres Landes mit notwendigen Stoffen ist gewährleistet und wird permanent weiter ausgebaut.

Innovative Technologie für Recycling.

Wenn wir von Kunststoff sprechen, meinen wir häufig Thermoplaste. Diese lassen sich nahezu unbegrenzt neu formen. Sie eignen sich bestens für die Wiederverwertung und Sammlung. Daher bestehen auch sehr viele Gegenstände des täglichen Lebens aus Thermoplasten und damit aus Material, das bereits in anderen Produkten verwendet wurde. Ein gutes Beispiel für aktives Recycling stellen Mineralwasserflaschen dar. Sie bestehen bereits heute aus bis zu 100% recycelten Materialien. Dieser Aspekt ist den meisten Menschen eher unbekannt. „Die Produktpalette an hochwertigen Kunststoffen ist breit und entwickelt sich permanent weiter, sodass eine Lehre in der Kunststoffbranche immer Zukunft hat“, freut sich Erika Lottmann, Fachgruppenvertreterin, über die Innovationskraft der oberösterreichischen Kunststoffverarbeiter.

Lehrberufe Kunststofftechnik und Kunststoffformgebung.

Oberösterreich ist im Vergleich zu den übrigen Bundesländern die Kunststoffhochburg in Österreich. Rund 40% aller Beschäftigten (und damit weit über 6.000 Menschen) in diesem Bereich arbeitet im Land ob der Enns. Auch bei den Lehrlingen ist das Bundesland Spitzenreiter. Rund 33% aller Lehrlinge in den Berufen Kunststoffformgebung und Kunststofftechnik kommen aus Oberösterreich, 

wobei auch immer mehr Mädchen diese Lehrberufe ergreifen. Seit 2005 hat sich die Zahl der weiblichen Lehrlinge verdoppelt. Der Lehrberuf Kunststoffformgebung kann sich ganz allgemein über einen Zuwachs an Lehrlingen freuen – in den letzten beiden Jahren um 66%! Vielfältige Karrierechancen und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Bereich der Kunststoffverarbeitung gibt es zwei Lehrberufe mit unterschiedlicher Dauer:

  • In der Kunststoffformgebung lernen die Lehrlinge in drei Jahren die Herstellung und Endbearbeitung von Kunststoffartikeln.
  • Künftige KunststofftechnikerInnen lernen in vier Jahren die Herstellung von Kunststoffartikeln, Halbfabrikaten und Bauteilen.

In beiden Bereichen kommen computergesteuerte Maschinen zum Einsatz. Die Palette der Produkte ist dabei enorm und reicht von Rohren über Verpackungen bis hin zu Maschinenteilen, Computergehäusen, Autoteilen oder ganzen Snowboards. Der Lehrabschluss wird gemäß dem nationalen Qualifizierungsrahmen auf NQR 4 eingestuft und der gewerbliche Meister wird mit NQR 6 eingestuft und befindet sich so auf dem gleichen Niveau wie der Bachelor. Nach dem Abschluss der Lehre kann auch die Berufsmatura gemacht werden, wodurch der Weg an die Universität offen steht.

Breites Aufgabenfeld.

Die Bandbreite der oberösterreichischen Kunststoffbetriebe erstreckt sich über alle Branchensegmente der Wertschöpfungskette (Kunststoffverarbeitung, Maschinenbau, Formen- und Werkzeugbau, Rohstoffe, Rezyklatherstellung, Forschung & Entwicklung, Dienstleistungen, kunststofftechnische Dienstleister), davon ist eine Vielzahl von Unternehmen international tätig.

www.kunststofflehre.at