Universität

Die Johannes Kepler Universität (JKU) startete vor rund 20 Jahren das europaweit erste Vollstudium der Mechatronik. In Linz wird Mechatronik von Beginn an in seiner vollen Breite mit annähernd gleichen Anteilen von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik unterrichtet. Das Studium der Mechatronik wurde im Jahr 1990 eingeführt, und hat eine Mindeststudiendauer von 10 Semestern. Bei der Gestaltung des Studienplans wurde besonders Wert auf eine solide Grundlagenausbildung gelegt. Die Umsetzung dieser Grundlagenkenntnisse bei der Lösung praktischer Aufgabenstellungen wird im Rahmen von Projektseminaren und Diplomarbeiten geübt. Seit der Einrichtung wurden 12 Professoren für Mechatronik berufen, die an den Instituten der Mechatronik die Lehre und Forschung tragen. Sie werden durch die Fachbereiche Informatik, Mathematik, und Physik unterstützt. Derzeit gibt es ca. 700 Studierende, pro Jahr beginnen ca. 80 Neuanfänger.

Das Mechatronik-Studium wird seit Herbst 2007 nach dem Bachelor/Master-System abgehalten. Der Abschluss des Masterstudiums berechtigt zu einem Doktoratsstudium.

Voraussetzungen: Matura oder Studienberechtigungsprüfung
Dauer: 6 Semester (Bachelor), 4 Semester (Master), 6 Semester (Doktorat)
Abschluss: Bachelor, DiplomingenieurIn, Doktorin

 

Bachelorstudium:
vermittelt Grundlagen und deren Anwendung. Nach 6 Semestern erwirbt man einen akademischen Grad "Bachelor of Science (BSc)" und damit bereits einen ersten Abschluss zum Berufseinstieg. Gleichzeitig ist er die optimale Grundlage für ein Masterstudium an der JKU. Der Schwerpunkt liegt auf den Fächern Mathematik, Mechanik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Regelungstechnik. Zusätzlich zu diesen Pflichtfächern gibt es noch freie Wahlfächer - das kann auch ein Sprachkurs oder eine Jus-Vorlesung sein. Nach dem dritten Semester kann man ein Vertiefungsangebot wählen, in dem man dann die Bachelorarbeit schreibt.

Masterstudium:
baut auf dem Bachelorstudium auf. Es dauert vier Semester und schließt mit dem Titel DiplomingenieurIn (DI) ab. Er befähigt zu anspruchsvollsten Ingenieurstätigkeiten und ist für die meisten der Einstiegspunkt für eine Berufslaufbahn.Im Masterstudium steht ein breites Spektrum an Vertiefungsmöglichkeiten zur Auswahl. Mit der Masterarbeit weist man nach, dass anspruchsvolle Probleme aus dem Vertiefungsgebiet mit wissenschaftlichen Methoden und nach dem aktuellsten Stand der Technik gelöst werden können. Die frei wählbare Aufgabe kann sowohl grundlegenden als auch anwendungsbezogenen Charakter haben; oft beziehen sich die Masterarbeiten auf aktuelle Problemstellungen der Industrie. Die Vertiefungsmöglichkeiten sind ua:

Antriebstechnik, Automatisierung und Robotik, Mechatronisches Design, Medizin- und Biomechatronik, Messtechnik und Sensorik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Nachrichten- und Hochfrequenztechnik, Systemanalyse und Optimierung, Technische Mechanik fester & fluider Körper


Nach dem universitären Masterstudium ist man bestens für ein Doktorratsstudium vorbereitet. Diese Studien bestehen im Wesentlichen aus eigenständiger wissenschaftlicher Forschung (Dissertation). Nach erfolgreicher Verteidigung der Dissertation vor einem Prüfungssenat erwirbt man den akademischen Grad "DoktorIn der Technischen Wissenschaften".

Nähere Informationen: www.mechatronik.jku.at