Höhere Technische Lehranstalt

Die Höhere Technische Lehranstalt (HTL), Höhere Technische Bundeslehranstalt (HTBLA) und Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HTBLuVA) in Österreich sind berufsbildende höhere Schulen, mit Schwerpunkt auf technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Fächern.

Nach Abschluss der 8. Schulstufe besteht die Möglichkeit sich bei einer Höheren Technischen Bundeslehranstalt (HTL) einzuschreiben. Detailinformationen und Voraussetzungen zur Aufnahme an einer HTL erhält man direkt bei der jeweiligen Schule.

Berufsbildende Schulen wie die HTL vermitteln eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach erfolgreichem Schulabschluss, dieser wird durch die Reife- und Diplomprüfung abgeschlossen, kann direkt in die Arbeitswelt eingestiegen werden. Der Abschluss berechtigt aber auch zum Weiterstudium an einer Fachhochschule oder Universität.

Eine mindestens 1 ½ - jährige fachliche Tätigkeit berechtigt zur Selbständigkeit und Anmeldung eines entsprechendem Gewerbes. Eine 3-jährige facheinschlägige Berufspraxis ermöglicht die Zuerkennung der Standesbezeichnung "Ingenieur".

 

VoraussetzungAbschluss der 8. Schulstufe
Dauer5 Jahre
AbschlussIngenieur (auf Anfrage beim Ministerium nach dreijähriger Berufspraxis)
Diplom-HTL-Ing. nach (sechs Jahren facheinschlägiger Praxis, Verfassen einer schriftlichen Arbeit und mündlichen Prüfung)

Die Fachschulen sind vierjährige Lehrgänge der berufsbildenden mittleren Schule, die nach Absolvierung der achten Schulstufe besucht werden. Nach dem Verfassen einer Technikerarbeit schließt diese Ausbildungsform mit einer Abschlussprüfung ab. Die Abschlussprüfung erlaubt reglementierte Berufsberechtigungen und Gewerbeberechtigungen.

VoraussetzungAbschluss der 8. Schulstufe
Dauer4 Jahre

 

 

 

Im Bereich der Kunststofftechnologie reichen die angebotenen Fachrichtungen von Kunststofftechnik über Werkstoffwissenschaften bis hin zu Chemie.

Überblick über die Höheren Technischen Lehranstalten im Bereich Kunststofftechnologie:

Fachrichtung: Kunststofftechnik
Die HTL Andorf bietet als einzige HTL in Oberösterreich die Fachrichtung Kunststofftechnik an. Diese Ausbildung ist eine Kombination aus Maschinenbau und Chemie und lässt den Absolventen viel Freiraum für Jobentscheidungen bzw. für die Wahl eines Studiums. Die Schwerpunkte liegen einerseits in der fundierten Ingenieurausbildung und andererseits in der Vermittlung immer wichtiger werdender Fremdsprachenkenntnisse für den internationalen Geschäftsverkehr.
Die neue Fachschul-Ausbildung Kunststofftechnik ist perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse der lokalen Kunststoff-Industrie. Die Entscheidung, ob Maschinen- und Fertigungstechnik oder Kunststoff gewählt wird, muss erst im 5. Semester fallen.

http://htl-andorf.eduhi.at/

Fachrichtung: Kunststofftechnik (HTL und Lehre in einem)
Die KTLA bietet die Möglichkeit, eine vollwertige HTL-Ausbildung mit einer technischen Lehre (z.B. als Kunststofftechniker) zu kombinieren. Die KTLA-Partnerbetriebe stellen dafür 25 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Während der Lehre finden zwei bzw. drei Tage Theorieausbildung pro Woche im TIZ Kirchdorf statt. Ab dem Lehrabschluss (nach 3,5 Jahren) erfolgt die Fortsetzung der Ausbildung bis zur Matura (Ende 5. Jahr) im TIZ und zum Teil LiTec, zum Teil Tages- und zum Teil im Abendschulbetrieb. Parallel dazu gibt es eine Teilzeitanstellung im Ausbildungsunternehmen.

www.ktla.at

Fachrichtung: Kunststofftechnik
Kunststofftechnik wird am TGM nach dem modernsten Lehrplan unterrichtet. Der bietet eine optimale Vorbereitung auf die künftige Zentralmatura. "Intelligente Werkstoffe brauchen intelligente Ingenieure" - für diesen Leitspruch steht die Abteilung Kunststofftechnik der TGM.
Wissenschaftlich technisch richtet die Ausbildung am TGM das Hauptaugenmerk auf Kunststoffe, deren Auswahl, Aufbereitung, Verarbeitung, Anwendung und Verwertung, um die Beurteilung gesamter Produktlebenszyklen vornehmen zu können. Die 5-jährige Ausbildung beinhaltet einen hohen Anteil an fachpraktischen Gegenständen wie Werkstättenunterricht, chemisch technologisches Laboratorium sowie Betriebs- und Umweltlaboratorium.

https://www.tgm.ac.at/index.php/tagesschule/hkt

Fachrichtung: Kunststofftechnik
Die Ausbildung Kunststofftechnik an der HTL Bregenz dauert 5 Jahre und hat das Ziel, Spezialisten sowie Führungskräfte für das Gewerbe und die Industrie heranzubilden und auf das Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule vorzubereiten. Neben einer Maschinenbau-Basisausbildung werden zudem die Grundlagen der Werkstoff- und Verarbeitungstechnik von technischen Kunststoffen vermittelt. Darauf aufbauend bildet das Automatisieren ganzer Fertigungseinheiten der Kunststoffverarbeitung einen weiteren Schwerpunkt der Ausbildung. Diplomarbeiten für und in Zusammenarbeit mit Unternehmen erleichtern ebenso wie die verpflichtende Ferialpraxis den Einstieg in einen anspruchsvollen und kreativen Beruf.

www.htl-bregenz.ac.at

Fachrichtung Kunststofftechnik und Produktentwicklung
Neben der HTL für Maschinenbau/Fertigungstechnik wird in Fulpmes auch der Ausbildungsschwerpunkt "Kunststofftechnik und Produktentwicklung" angeboten. Der Besuch der HTL Fulpmes bedeutet eine hochwertige technische Ausbildung - dabei kombiniert die HTL eine Ausstattung am Stand der Technik mit einem junge, motivierten Lehrerteam, das aktuelles Fachwissen einbringt.

www.htl-fulpmes.ac.at

Fachrichtung: Kunststoff- und Umwelttechnik
Ausbildungsschwerpunkte wir moderne Produktentwicklung, Simulation, Kunststoffverarbeitung und Automatisierung, Werkstoff- und Fertigungstechnik sowie Verfahrenstechnik gewährleisten eine Ausbildung am Puls der Zeit. Absolventen der HTL Kunststoff- und Umwelttechnik in Kapfenberg werden u.a. in Hightech-Branchen wie Luftfahrt, Raumfahrt, Automotive, Rennsport, Konsumgüter und Sportgerätebau eingesetzt. Eine zusätzliche Vertiefung in der Umwelttechnik bietet weitere Berufsmöglichkeiten im Anlagenbau sowie Chemie und Umwelttechnik.

www.htl-kapfenberg.ac.at

Fachrichtung Fertigungstechnik/Leichtbau
Durch die praxisnahe Ausbildung wird den Schülerinnen das bestmögliche Rüstzeug für den Einstieg in den Beruf oder das Studium mitgegeben. Schon von Beginn an wird der Grundstein dafür gelegt: Ein Teil des Werkstundenunterrichts findet bereits in den ersten Jahrgängen bei unterstützenden Partnerunternehmen statt. Nach der Vermittlung von maschinenbautechnischen Grundlagen im 1. und 2. Jahrgang wird ab dem 3. Ausbildungsjahr das facheinschlägige technische Wissen unter dem Gesichtspunkt des Leichtbaus vertieft. Im Zentrum steht eine sehr praxisnahe Ausbildung, die CAD-Konstruktion, Werkstätten- und Laborunterricht umfasst.

www.htl-ried-innviertel.at